Brand bei Malteser Hilfsdienst Freiburg
Brand bei Malteser Hilfsdienst Freiburg/Foto illustrativ

Am frühen Dienstagmorgen kam es auf dem Gelände des Malteser Hilfsdienstes in Freiburg zu einem verheerenden Brand. Vier Fahrzeuge, darunter drei Krankentransportwagen und ein Bereitschaftsdienstfahrzeug, wurden vollständig zerstört. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Inhaltsverzeichnis:

Ermittlungen gegen 55-jährigen Mann

Die Polizei konnte in unmittelbarer Nähe zum Brand einen 55-jährigen Mann festnehmen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Hinweise deuten darauf hin, dass das Feuer mutwillig gelegt wurde. Die Vorgehensweise war bei allen betroffenen Fahrzeugen identisch.

Zeugenberichten zufolge wurden die Brände jeweils an den Hinterreifen entfacht. Auch der Carport des Hilfsdienstes wurde beschädigt. In derselben Nacht brannten mehrere Mülltonnen in der Innenstadt. Die Behörden prüfen nun mögliche Zusammenhänge.

Hoher Sachschaden und dringender Ersatzbedarf

Die zerstörten Fahrzeuge hatten nicht nur einen finanziellen Wert, sondern auch eine essenzielle Funktion. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf 450.000 Euro. Besonders schwer wiegt der Verlust des medizinischen Equipments, das sich in den Fahrzeugen befand.

Um die Versorgung der Patienten weiterhin zu gewährleisten, musste schnell gehandelt werden. Ersatzfahrzeuge wurden aus Stuttgart und Villingen-Schwenningen organisiert. Die Hilfsbereitschaft anderer Organisationen war groß.

Gefahr für angrenzendes Pflegeheim

Der Brand hätte noch größere Auswirkungen haben können. In den zerstörten Krankentransportwagen befanden sich Sauerstoffflaschen, die glücklicherweise nicht explodierten. Zudem liegt das Gelände des Hilfsdienstes direkt neben einem Pflegeheim. Wäre das Feuer auf weitere Garagen übergegriffen, hätte es fatale Folgen haben können.

Die Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen, bevor es sich weiter ausbreitete. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache und zum Tatverdächtigen dauern an.

Quelle: SWR