Monika Stein, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, will 2026 Oberbürgermeisterin von Freiburg werden. Unterstützt wird sie von einem breiten Bündnis aus mehreren Gemeinderatsfraktionen, darunter die Grünen. Es ist ihr zweiter Anlauf gegen den amtierenden Oberbürgermeister Martin Horn.
Inhaltsverzeichnis:
- Unterstützung durch die Grünen, Linke Liste und weitere Gruppen
- Beruflicher Hintergrund und politische Erfahrung
- Motivation und politische Ziele
- Gegenkandidat Martin Horn setzt auf zweite Amtszeit
Unterstützung durch die Grünen, Linke Liste und weitere Gruppen
Die 55-jährige Monika Stein, gebürtig aus Freiburg, hat am Mittwoch ihre erneute Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin bekanntgegeben. Sie tritt als unabhängige Bewerberin an. Ihre Kampagne wird von zahlreichen politischen Gruppen mitgetragen. Dazu gehören:
- Die Grünen (größte Fraktion im Freiburger Gemeinderat)
- Eine Stadt für alle
- Linke Liste – Solidarische Stadt
- Die Linke
- Die Unabhängigen Frauen Freiburg
- Urbanes Freiburg
- Liste Inklusion und Teilhabe
- Grüne Alternative Freiburg
Stein war Mitgründerin der Grünen Alternativen Freiburg im Jahr 2008 und war zuvor sechs Jahre lang Mitglied der Grünen. Insgesamt saß sie 14 Jahre im Freiburger Gemeinderat – für verschiedene Fraktionen.
Beruflicher Hintergrund und politische Erfahrung
Monika Stein arbeitet seit 1996 als Lehrerin für Grund- und Hauptschulen. Seit 2020 ist sie Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW in Baden-Württemberg. In dieser Funktion bezieht sie regelmäßig Stellung zu aktuellen Themen im Bildungsbereich, darunter der Lehrkräftemangel und die Migrationsquote an Schulen.
Bereits 2018 kandidierte Stein für das Oberbürgermeisteramt und erhielt in beiden Wahlgängen rund 25 Prozent der Stimmen. Damals trat sie mit Unterstützung eines linken Bündnisses an.
Motivation und politische Ziele
Stein betont, sie wolle für eine sozial gerechte und klimagerechte Stadt mit Bildungschancen für alle kämpfen. Freiburg müsse nachhaltig aufgestellt und offen für alle Bevölkerungsgruppen sein. Ihre Entscheidung sei gut überlegt. Sie sei mit der Stadt eng verbunden. Konkrete Inhalte ihres Wahlprogramms will sie schrittweise veröffentlichen.
Die Linke sowie die Fraktion Eine Stadt für alle fordern von ihr verstärkte Maßnahmen gegen steigende Mieten. Die Unabhängigen Frauen Freiburg setzen auf ihr Engagement für Geschlechtergerechtigkeit. Laut Grünen-Kreisvorstand Carsten Drecoll sei sie eine Führungspersönlichkeit mit Erfahrung, bodenständig und glaubwürdig.
Gegenkandidat Martin Horn setzt auf zweite Amtszeit
Martin Horn, amtierender Oberbürgermeister, will 2026 erneut kandidieren. Auch er tritt wieder als parteiunabhängiger Kandidat an. Die SPD wird ihn voraussichtlich unterstützen, wie schon bei der Wahl 2018. Damals erhielt er im zweiten Wahlgang 44,2 Prozent der Stimmen und setzte sich gegen Dieter Salomon durch.
Der genaue Termin für die Wahl steht noch nicht fest, wird aber im zweiten Quartal 2026 erwartet. Freiburg hatte bislang keine Frau im Amt der Oberbürgermeisterin – Monika Stein könnte damit Geschichte schreiben.
Quelle: SWR