Baustart für den ersten Radschnellweg in Südbaden
Baustart für den ersten Radschnellweg in Südbaden, Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Am Freitag, dem 28. November 2025, begann offiziell der Bau des neuen Radschnellwegs RS6. Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben in Südbaden. Die rund 25 Kilometer lange Strecke wird Freiburg künftig direkt mit Waldkirch und Emmendingen verbinden. Das Land Baden-Württemberg fördert das Vorhaben zu 75 Prozent. Der erste Bauabschnitt soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Erster Radschnellweg Südbadens

Am Morgen versammelten sich zahlreiche Gäste am Baugelände. Unter ihnen waren Oberbürgermeister Martin Horn, Verkehrsminister Winfried Hermann und Regierungspräsident Carsten Gabbert. Horn betonte, dass der neue Radweg einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten werde. Ein gut ausgebautes Radwegenetz entlaste Straßen und Schienen, schütze das Klima und halte die Luft sauber. Der RS6 sei laut Horn ein zentraler Bestandteil der Verkehrswende in der Region.

Auch Minister Hermann hob die Bedeutung des Projekts hervor. Die Strecke werde hohe Qualitätsstandards erfüllen und mit ihren breiten Wegen, geringen Steigungen und wenigen Kreuzungen den Alltag vieler Menschen erleichtern. Täglich könnten Tausende Pendlerinnen und Pendler davon profitieren. Weitere Informationen zu regionalen Verkehrsprojekten finden Sie hier.

Abschnitt A in Freiburg

Der erste Teilabschnitt entsteht in Freiburg und beginnt am Leopoldring. Über eine Länge von etwa 2,5 Kilometern führt der Weg durch die Stadtteile Neuburg und Herdern bis zur Kreuzung Burgdorfer Weg. Dort entsteht eine durchgängig markierte Fahrradstraße mit einer grünen Linie, die von Parkplätzen klar abgegrenzt ist.

Geplant sind außerdem:

  1. Neue Radzählstellen
  2. Reparatur-Servicestationen
  3. 4 Zebrastreifen
  4. 22 barrierefreie Überquerungshilfen

Zusätzlich sollen neue Gehwegüberfahrten die Sicherheit erhöhen. Dabei bleibt der Gehweg auf Straßenniveau, während Autos und Fahrräder durch Rampen gebremst werden. Das verbessert den Schutz der Fußgängerinnen und Fußgänger erheblich.

Mehr Sicherheit und grüne Infrastruktur

Auch die Umwelt profitiert. Die Stadt Freiburg wird im Zuge der Bauarbeiten 16 neue Straßenbäume pflanzen und rund 2000 Quadratmeter Fläche entsiegeln. Drei neue Einbahnstraßen und ebenso viele Durchfahrtssperren sollen das Autofahren in diesem Bereich unattraktiver machen. Damit verfolgt die Stadt ihr Ziel, nachhaltige Mobilität weiter zu fördern. Ein Beispiel für ähnliche städtische Modernisierungen ist die Sanierung der Freiburger Eishalle, die ebenfalls auf mehr Energieeffizienz abzielt.

Zudem werden Radfahrerinnen und Fußgänger künftig voneinander getrennte Wege nutzen können, um Konflikte zu vermeiden. Der neue Radschnellweg ist ein Pilotprojekt für weitere regionale Strecken in Baden-Württemberg. Näheres zu nachhaltigen Stadtentwicklungsmaßnahmen in der Region lesen Sie hier.

Ausblick auf die kommenden Jahre

Bis Ende 2027 soll der Freiburger Abschnitt abgeschlossen sein. Danach folgen die weiteren Bauetappen in Richtung Waldkirch und Emmendingen. Der RS6 wird der erste Radschnellweg in Südbaden sein und gilt als Modellprojekt für das ganze Land.

Das Vorhaben steht damit symbolisch für die Mobilitätswende, die Baden-Württemberg konsequent vorantreibt. Die Region Freiburg unterstreicht mit diesem Projekt erneut ihren Anspruch, ein Vorreiter in Sachen nachhaltiger Verkehr und urbaner Lebensqualität zu sein.

Quelle: FREIBURG

FAQ

Wann begann der Bau des Radschnellwegs RS6?

Der Bau startete offiziell am 28. November 2025 mit dem Spatenstich in Freiburg.

Wie lang wird der Radschnellweg RS6 sein?

Die Strecke wird rund 25 Kilometer lang und verbindet Freiburg mit Waldkirch und Emmendingen.

Wer fördert das Projekt RS6?

Das Land Baden-Württemberg finanziert 75 Prozent der Gesamtkosten des Projekts.

Wann soll der erste Abschnitt fertig sein?

Der erste Bauabschnitt soll bis Ende 2027 abgeschlossen werden.

Welche Vorteile bringt der RS6 für Freiburg?

Er verbessert den Klimaschutz, entlastet Straßen und Schienen und schafft mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Fußgänger.