Am Donnerstag, dem 20. November, beginnt der Weihnachtsmarkt in Freiburg. Die Stadtverwaltung, die Polizei und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) haben das Sicherheitskonzept überarbeitet. Neu ist der Einsatz mobiler Zufahrtssperren, die Besucher vor möglichen Amok- oder Terrorfahrten schützen sollen. Die Maßnahmen wurden nach einem erfolgreichen Test beim Weinfest eingeführt.
Inhaltsverzeichnis:
- Mobile Zufahrtssperren des Typs Armis One
- Polizei begleitet den Weihnachtsmarkt täglich
- Tradition und dezentrales Konzept in der Innenstadt
- Freiburg setzt auf Sicherheit und Tradition
Mobile Zufahrtssperren des Typs Armis One
Die FWTM hat in Abstimmung mit Stadt und Polizei 20 mobile Zufahrtssperren des Typs Armis One angeschafft. Jedes Modul wiegt 770 Kilogramm und kostet 16.000 Euro. Sie werden an zentralen Zugängen rund um den Markt platziert. Die Sperren können Fahrzeuge innerhalb weniger Meter stoppen. Normalerweise sind die Module hochgeklappt. Im Notfall lassen sie sich schnell absenken, um Rettungs- oder Polizeifahrzeugen den Weg zu öffnen.
Während des Weihnachtsmarkts sind die Sperren täglich ab 11 Uhr aktiviert. Für Anlieger und Lieferanten gibt es Ausnahmeregelungen nach telefonischer Absprache mit der FWTM. Auch bewährte Poller bleiben im Einsatz. Das Ziel ist es, alle neuralgischen Punkte in der Innenstadt abzusichern.
Einen ähnlichen Sicherheitsansatz verfolgte die Stadt bereits bei anderen Großveranstaltungen, wie etwa beim Freiburger Frühjahrsmess.
Polizei begleitet den Weihnachtsmarkt täglich
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 32 Straftaten auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt, hauptsächlich Taschendiebstähle. Vizepräsident Uwe Oldenburg erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsgefahr. Dennoch bleibe ein Restrisiko bestehen. Die Polizei zeigt täglich Präsenz, an Wochenenden unterstützt von Kollegen aus Frankreich und der Schweiz. Auch die Bereitschaftspolizei ist im Einsatz.
Zusätzlich sorgen ein Sicherheitsdienst und der städtische Vollzugsdienst für Ordnung. Auf dem gesamten Markt gilt ein Waffen- und Messerverbot. Eine Lautsprecheranlage informiert Besucher im Ernstfall direkt. Außerdem verfolgt ein modernes Zählsystem die Besucherströme, um sie bei Bedarf umzuleiten.
Mehr zur Sicherheitsarbeit der Polizei in der Region finden Sie hier.
Tradition und dezentrales Konzept in der Innenstadt
Die offizielle Eröffnung findet am 20. November um 14 Uhr statt. Am Abend um 19 Uhr wird auf dem Rathausplatz die traditionelle Feier mit Lebkuchenanschnitt gefeiert. Oberbürgermeister Martin Horn und FWTM-Geschäftsführer Jens Mohrmann werden anwesend sein.
Wie in den Vorjahren verteilt sich der Weihnachtsmarkt auf acht Plätze: Rathausplatz, Franziskanerstraße, Kartoffelmarkt, Unterlinden, Predigertor, Turmstraße, Rotteckring und Colombipark. Insgesamt 127 Stände bieten Kunsthandwerk, Speisen und regionale Produkte an. An den Adventssonntagen kommen zusätzlich 19 Stände auf der Kaiser-Joseph-Straße hinzu.
Am Totensonntag, dem 23. November, bleibt der Markt geschlossen. Besucher finden das dezentrale Konzept besonders angenehm, da sich die Menschenmengen so besser verteilen.
Einen Überblick über weitere aktuelle Ereignisse in der Stadt gibt es hier.
Freiburg setzt auf Sicherheit und Tradition
Mit den neuen Maßnahmen möchte die Stadt Freiburg ein sicheres und zugleich stimmungsvolles Markterlebnis schaffen. Sicherheitsbürgermeister Stefan Breiter betonte, man sei „gerüstet für alle Szenarien“. Das Zusammenspiel von Technik, Polizeipräsenz und klaren Regeln soll dafür sorgen, dass Besucher den Weihnachtsmarkt ohne Sorge genießen können.
Die Vorbereitungen zeigen, wie ernst Freiburg das Thema Sicherheit nimmt. Die Kombination aus modernen Sperrsystemen, internationalen Polizeieinsätzen und technischer Überwachung stellt eines der umfassendsten Schutzkonzepte der letzten Jahre dar. Damit bleibt der Weihnachtsmarkt ein Ort der Begegnung, der Tradition und der weihnachtlichen Freude.
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Quelle: SWR