Hilfstransport aus Freiburg erreicht die Ukraine jede Woche
Hilfstransport aus Freiburg erreicht die Ukraine jede Woche, Pixabay/Foto illustrativ

Während internationale Gespräche über Waffenstillstand andauern, zeigt ein Projekt in Freiburg ungebrochene Entschlossenheit. Das Secondhand-Laden S'Einlädele schickt jede Woche Hilfslieferungen in die Ukraine. Dabei geht es nicht nur um Sachspenden, sondern auch um Begegnung und Hoffnung.

Inhaltsverzeichnis:

Inna Prokopchuk in Freiburg

Die 37-jährige Inna Prokopchuk leitet die Ukrainehilfe des Secondhand-Ladens S'Einlädele in Freiburg. Der Krieg ist für sie allgegenwärtig, dennoch führt sie ihre Arbeit konsequent fort. Auch nach den Gesprächen zwischen dem ukrainischen Präsidenten und Regierungschefs in den USA bleibt sie bei ihrem Engagement. Sie äußerte, dass sie den Verlauf des Treffens zwar positiv bewertet, aber nicht an eine Übereinstimmung der Vorstellungen von Frieden zwischen Donald Trump, Europa und der Ukraine glaubt.

Das S'Einlädele existiert seit fast 30 Jahren. Schon vor dem Angriffskrieg half die Einrichtung Menschen in der Ukraine durch Sachspenden. Seit 2022 hat sich die Arbeit intensiviert. Die Evangelische Stadtmission Freiburg trägt dieses Projekt, das mittlerweile weit über die Stadt hinaus bekannt ist.

Hilfe seit drei Jahrzehnten

Die Unterstützung aus Freiburg ist vielfältig. Dazu zählen:

  • wöchentliche Transporte mit Lastwagen,
  • Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung,
  • Projekte für Kinder und Familien,
  • Spenden aus dem Laden und finanzielle Beiträge.

Das Engagement des Teams ist entscheidend, um diese Hilfe dauerhaft möglich zu machen. Viele Bürgerinnen und Bürger sind zwar vom Krieg erschöpft, doch die Spendenbereitschaft in Freiburg bleibt hoch. Eine Umfrage auf der Straße zeigt, dass Resignation zwar vorhanden ist, aber das Projekt dennoch stark getragen wird.

Aufgaben von Inna Prokopchuk

Als Leiterin prüft Prokopchuk Spenden sorgfältig. Sie stellt sicher, dass alles zuverlässig in der Ukraine ankommt. Geboren in der Ukraine, wuchs sie in Deutschland auf. Mehrere Jahre arbeitete sie auch direkt vor Ort. Diese Verbindung prägt ihre Tätigkeit und gibt der Arbeit Authentizität.

Unterstützt wird sie von der ukrainischen Mitarbeiterin Anntonia Yakimenko. Sie lebt seit vier Jahren in Deutschland und ist mit einem Russen verheiratet. Ihr Engagement verdeutlicht, dass Hilfe möglich ist, unabhängig von politischen Spannungen oder persönlichen Hintergründen.

Lastwagen nach Osteuropa

Einmal pro Woche fährt ein Lastwagen von Freiburg in die Ukraine. Die Ladung umfasst Nahrungsmittel, Textilien und Hygieneartikel. Mit diesen Lieferungen werden zahlreiche Familien unterstützt. Ergänzt werden die Transporte durch finanzielle Mittel, die aus dem Verkauf im Laden und durch direkte Spenden stammen.

So entsteht eine konstante Verbindung zwischen Freiburg und ukrainischen Städten. Das S'Einlädele zeigt, dass ziviles Engagement in Krisenzeiten eine tragende Rolle übernehmen kann. Die Hilfe aus dem Breisgau geht ununterbrochen weiter, unabhängig von den Ergebnissen politischer Gespräche.

 Quelle: SWR