Warnschilder am Dietenbachsee wegen E.coli
Warnschilder am Dietenbachsee wegen E.coli, Pixabay/Foto illustrativ

Im Dietenbachsee wurden stark erhöhte Werte von Kolibakterien festgestellt. Seit Freitagmorgen ist das Schwimmen dort nicht mehr erlaubt. Die Stadt Freiburg reagierte nach einer routinemäßigen Untersuchung durch das Landesgesundheitsamt und ordnete ein sofortiges Badeverbot an. Besucherinnen und Besucher werden seitdem durch Schilder am See gewarnt.

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Dietenbachsee in Freiburg gesperrt

Am 12. August entdeckte das Landesgesundheitsamt bei einer Überprüfung die erhöhte Belastung. Nachgewiesen wurden Escherichia-coli-Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen sowie Wundinfektionen verursachen können. Seit Freitagvormittag warnen Hinweisschilder am Ufer vor dem Baden.

Tabea Krauß, Pressesprecherin der Stadt Freiburg, erklärte, dass das Verbot solange bestehen bleibt, bis die Wasserqualität als unbedenklich gilt. Der städtische Vollzugsdienst überprüft die Einhaltung, jedoch ohne zusätzliche Kontrollfahrten.

Ursachen für Verunreinigungen

Natürliche Gewässer wie Seen oder Flüsse können durch Fäkalien von Menschen oder Tieren belastet sein. Nach Angaben des Umweltbundesamtes können Abwasser, Regenwasserüberläufe oder Abschwemmungen von Feldern solche Belastungen hervorrufen.

Noch Anfang Juni hatten alle sieben Badeseen in Freiburg eine ausgezeichnete Wasserqualität. Geprüft werden neben Darmkeimen auch sichtbare Verschmutzungen wie Plastik, Glas oder teerhaltige Rückstände. Zusätzlich wird das Algenwachstum beobachtet.

Regelmäßige Kontrollen während der Saison

Zwischen Juni und September finden alle 14 Tage Untersuchungen der Wasserqualität statt. Dabei werden Proben genommen und auf mikrobiologische Parameter analysiert. Diese Ergebnisse entscheiden, ob ein Badeverbot ausgesprochen wird.

Im September 2023 wurde der Moosweiher nach erhöhten Cyanotoxin-Werten gesperrt. Diese Giftstoffe stammen von Blaualgen und können Hautreizungen, Durchfall sowie allergische Reaktionen hervorrufen. Erst im Juni 2024 wurde das dortige Verbot wieder aufgehoben.

Gesundheitsgefahr für Badegäste

Die Analysewerte am Dietenbachsee zeigen ein erhöhtes Risiko. Besucherinnen und Besucher müssen mit gesundheitlichen Problemen rechnen, insbesondere mit:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Erbrechen
  • Infektionen von Wunden

Das Badeverbot bleibt solange bestehen, bis die Untersuchungen Entwarnung geben. Bis dahin ist der See nur für Erholung am Ufer nutzbar, nicht aber für das Schwimmen oder andere Wasseraktivitäten.

 Quelle: Badische Zeitung