36 neue Großpfarreien prägen ab 2026 die kirchliche Struktur im Erzbistum Freiburg
36 neue Großpfarreien prägen ab 2026 die kirchliche Struktur im Erzbistum Freiburg, Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Zum 1. Januar 2026 setzt das Erzbistum Freiburg die bislang tiefgreifendste Strukturreform seiner Geschichte um. Aus rund 1.000 Einzelpfarreien entstehen 36 neue Großpfarreien, verteilt über alle Regionen der Erzdiözese. Der Umbau betrifft Verwaltung, Seelsorge, Personalverantwortung und Gremienarbeit gleichermaßen. Kirchliche Zuständigkeiten werden neu geordnet, bestehende Pfarreien zusammengeführt und künftig zentral geleitet. Der gesellschaftliche Wandel im Raum Freiburg zeigt sich parallel auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens, etwa bei der angespannten Wohnsituation.

Inhaltsverzeichnis:

Breisgau-Schwarzwald-Baar

Die Region Breisgau-Schwarzwald-Baar umfasst 6 neue Großpfarreien. Priester übernehmen hier Verantwortung für mehrere zehntausend Gläubige, unterstützt durch Gemeindeteams und Verwaltungsstrukturen.

  • St. Johannes Emmendingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde An der Elz – Andreas Brüstle
  • Unsere Liebe Frau Freiburg – Röm.-kath. Kirchengemeinde Freiburg – Alexander Halter
  • St. Alban Bad Krozingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Breisgau-Markgräflerland – Lukas Wehrle
  • Mariä Himmelfahrt Hinterzarten – Röm.-kath. Kirchengemeinde Hochschwarzwald – Johannes Kienzler
  • Unsere Liebe Frau Villingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Im Quellendland – Thomas Mitzkus
  • Hl. Dreifaltigkeit Donaueschingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit Donaueschingen – Fabian Schneider

Hochrhein

Im Hochrhein entstehen 3 Großpfarreien. Die Zuständigkeiten werden über größere geografische Räume gebündelt.

  • St. Bernhard Schopfheim – Röm.-kath. Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck – Joachim Giesler
  • St. Fridolin Bad Säckingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Hochrhein-Südschwarzwald – Peter Nicola
  • Mariä Himmelfahrt Waldshut-Tiengen – Röm.-kath. Kirchengemeinde An der Wutach – Hannes Rümmele

Ortenau

Die Ortenau bleibt mit 4 Großpfarreien regional differenziert aufgestellt.

  • St. Cyriak Oberkirch – Röm.-kath. Kirchengemeinde Acher-Renchtal – Ralf Dickerhof gemeinsam mit Christof Scherer
  • Hl. Kreuz Offenburg – Röm.-kath. Kirchengemeinde Mittlere Ortenau – Dr. Stefan Meisert
  • St. Symphorian Zell a.H. – Röm.-kath. Kirchengemeinde Kinzigtal – Michael Lienhard
  • St. Peter und Paul Lahr – Röm.-kath. Kirchengemeinde Südliche Ortenau – Nelson Ribeiro

Mittlerer Oberrhein-Pforzheim

Diese Region umfasst 6 neue Einheiten mit städtischem und ländlichem Zuschnitt.

  • Edith Stein Bruchsal – Röm.-kath. Kirchengemeinde Edith Stein Bruchsal – Dr. Johannes Mette
  • Herz Jesu Pforzheim – Röm.-kath. Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim – Steffen Schölch
  • St. Stephan Karlsruhe – Röm.-kath. Kirchengemeinde Karlsruhe – Markus Miles
  • St. Martin Ettlingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Martin Ettlingen – Thomas Ehret
  • St. Marien Gernsbach – Röm.-kath. Kirchengemeinde Murgtal – Markus Moser
  • St. Alexander Rastatt – Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Alexander Rastatt – Ulrich Stoffers
  • St. Bernhard Baden-Baden – Röm.-kath. Kirchengemeinde Baden-Baden – Lorenz Seiser

Rhein-Neckar

Im Rhein-Neckar-Raum entstehen 5 Großpfarreien.

  • St. Sebastian Mannheim – Röm.-kath. Kirchengemeinde Mannheim – Lukas Glocker
  • Hl. Geist Heidelberg – Röm.-kath. Kirchengemeinde Heidelberg – Marius Fletschinger
  • St. Marien Weinheim – Röm.-kath. Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße – Johannes Balbach
  • St. Jakobus Sinsheim – Röm.-kath. Kirchengemeinde Kraichgau – Tobias Streit
  • St. Aegidius St. Ilgen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Wiesloch – Bernhard Pawelzik
  • St. Pankratius Schwetzingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz – Uwe Lüttinger gemeinsam mit Christan Müller

Odenwald-Tauber

Die Region Odenwald-Tauber wird künftig von 4 Großpfarreien getragen.

  • St. Jakobus Lauda – Röm.-kath. Kirchengemeinde Lauda – P. Joachim Seraphin MSF
  • St. Martin und Lioba Tauberbischofsheim – Röm.-kath. Kirchengemeinde An Tauber und Main – Thomas Holler
  • St. Oswald Buchen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Bauland-Odenwald – Frederik Reith
  • St. Maria Mosbach-Neckarelz – Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Maria Mosbach-Neckarelz – Michael Gartner

Bodensee-Hohenzollern

Am Bodensee und in Hohenzollern entstehen 6 neue Pfarreien.

  • Herz Jesu Singen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Hegau – Michael Knaus
  • St. Zeno Radolfzell – Röm.-kath. Kirchengemeinde Bodensee-Hegau – Heinz Vogel
  • Hl. Dreifaltigkeit Konstanz – Röm.-kath. Kirchengemeinde Konstanz – Michael Teipel
  • St. Nikolaus Markdorf – Röm.-kath. Kirchengemeinde Linzgau-Bodensee – Matthias Zimmermann
  • Herz Jesu Sigmaringen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Sigmaringen – Stefan Schmid
  • St. Jakobus Hechingen – Röm.-kath. Kirchengemeinde Zollern – Thomas Fürst

Überblick in Tabellenform

Region Pfarrei Kirchengemeinde Zukünftiger Pfarrer
Breisgau-Schwarzwald-Baar St. Johannes Emmendingen An der Elz Andreas Brüstle
Breisgau-Schwarzwald-Baar Unsere Liebe Frau Freiburg Freiburg Alexander Halter
Hochrhein St. Bernhard Schopfheim Wiesental-Dreiländereck Joachim Giesler
Ortenau Hl. Kreuz Offenburg Mittlere Ortenau Dr. Stefan Meisert
Rhein-Neckar St. Sebastian Mannheim Mannheim Lukas Glocker
Bodensee-Hohenzollern Herz Jesu Singen Hegau Michael Knaus

Die Reform „Kirchenentwicklung 2030“ bündelt Seelsorge, reduziert Verwaltungsaufwand und ordnet Verantwortung neu. 36 Leitungsteams aus Pfarrer, leitender Referenz und Finanzverantwortung übernehmen künftig die Steuerung. Gleichzeitig wurden am 19. Oktober 2025 rund 750 Pfarreiräte gewählt, die strategische Entscheidungen mittragen. Die neue Struktur gilt als verbindlicher Rahmen für die kirchliche Arbeit im Erzbistum Freiburg ab 2026. Entwicklungen rund um Kirche, Gesellschaft und Stadt werden laufend hier weitergeführt.

Quelle: SWR, PATIZONET

FAQ

Wann treten die neuen Großpfarreien im Erzbistum Freiburg in Kraft?

Die neuen Großpfarreien treten offiziell zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Wie viele Pfarreien gibt es künftig im Erzbistum Freiburg?

Künftig gibt es 36 Großpfarreien, die aus rund 1.000 bisherigen Einzelpfarreien hervorgehen.

Warum werden die Pfarreien im Erzbistum Freiburg zusammengelegt?

Gründe sind Kirchenaustritte, sinkende Kirchensteuereinnahmen und der Mangel an Priestern.

Bleiben Gottesdienste vor Ort weiterhin bestehen?

Ja, Gottesdienste finden weiterhin an vielen Orten statt, auch wenn die Verwaltungsstrukturen zentralisiert werden.

Wer leitet die neuen Großpfarreien?

Jede Großpfarrei wird von einem Leitungsteam aus Pfarrer, leitender Referentin oder leitendem Referenten sowie einer Finanzverantwortlichen oder einem Finanzverantwortlichen geführt.

Welche Rolle spielen Gemeindeteams in der neuen Struktur?

Gemeindeteams arbeiten künftig enger mit den Priestern zusammen und übernehmen verstärkt Aufgaben vor Ort.

Was ist die Aufgabe der neu gewählten Pfarreiräte?

Die Pfarreiräte legen die strategische Ausrichtung der jeweiligen Pfarrei fest, etwa bei Immobilienfragen oder kirchlichen Angeboten.

Wie viele Pfarreiräte wurden für die neuen Strukturen gewählt?

Am 19. Oktober 2025 wurden im gesamten Erzbistum rund 750 Pfarreiräte gewählt.